Am Sonntag wurde gewählt, wer die nächsten 4 Jahre Deutschland regieren soll.

Als die Wahllokale um 18:00 ihre Türen verschlossen, wurde die erste Hochrechnung veröffentlicht. Laut ARD wird auch in dieser Legislaturperiode die CDU die stärkste Kraft im Bundestag sein, gefolgt von der SPD. Allerdings mussten beide Parteien einen Stimmenverlust verzeichnen. Die AfD war bei dieser Wahl sehr erfolgreich und zieht als drittstärkste Kraft (mit 13%) zum ersten Mal in den Bundestag ein. Auch FDP, Grüne und Linke werden es mit jeweils 10%-8,9% in den Bundestag schaffen.
Aber wie hätten sich die Schüler unserer Schule entschieden? Am Dienstag zuvor durften sie bei der Juniorwahl selbst entscheiden. Und die Ergebnisse unterschieden sich sehr von denen der Erwachsenen. Schaut selbst!

Union und SPD waren auch an unserer Schule die meistgewählten Parteien. Allerdings waren die dritt- und viertstärkste Partei die Linke und Bündnis 90/die Grünen und fanden fast genauso viel Zustimmung wie die beiden großen Parteien. Erst danach kamen bei AfD und FDP.  Die Satirepartei „Die PARTEI“ und „Die Piraten“, die sich in ihrer Politik auf den digitalen Lebensraum fokussieren, bekamen an unserer Schule mehr Stimmen als bei der echten Wahl.

Die Wahl der Spitzenkandidaten aus dem Wahlkreis ist überraschend ausgefallen. Nach dem SPD- Spitzenkandidaten Uwe Schmidt folgt Nelson Janßen, ein Politiker der Linken. Erst danach folgt die CDU, dicht gefolgt von den Grünen.  

Sicher wurden diese Ergebnisse von der Podiumsdiskussion für die Oberstufe beeinflusst. Janßen wirkte auf die meisten Schüler am sympathischsten. Auch der Grünen-Politiker war mit der Wortwahl näher an den Schülern.

Häufig wurden die Wahlhelfer nach dem Sinn dieser Wahl befragt. Habe sie überhaupt einen Sinn? Die Politik würde damit nicht verändert werden. 

Diese Ergebnisse wurden gebündelt am Wahlsonntag veröffentlicht und lassen die Politiker sicher nicht kalt. Wir Jugendlichen sind die Wahlzukunft, die ihre Interessen vorgibt. Vielleicht bemerken die Politiker aus diesen Zahlen, dass den neuen Wählern Klimaschutz wichtiger ist als Wirtschaftswachstum.

Außerdem hat die Juniorwahl die Funktion, Jugendlichen das Wählen und die Wichtigkeit des Wählens näher zu bringen.
Autorinnen: Doris Hammernik, Frederike Everring, Grafiken: Dean Schumacher

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